Hexenmuseum Schweiz - Schloss Liebegg - Gränichen AG  

 

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Sonder- Ausstellungen Oktober 2023 - Oktober 2025


JENSEITS der Zeit

Tod & Unsterblichkeit- I vom 28. Oktober 2023 - 31.Oktober 2025

Auf Wiedersehen Welt - Die verborgene Sprache der Friedhöfe
Totenrituale – Glauben und Praktiken der Beerdigung in Europa
Ruhe in Frieden - Ruhelose Seelen
 


Totenkrone
Klosterarbeit von Lisabeth Steiner
Nachbildung eines historischen Vorbilds.

 
 


Gekrönter Schädel
Klosterarbeit von Sonja Raab

Haarbilder

Kutschenwägeli für Babysarg 17 Jhd.
 


Der zweite Teil der Sonderausstellung verschiebt sich in die dunklere Jahreszeit, dann wenn sich Vampire und Werwölfe wohl fühlen, fern des
gleissenden Sonnenlichts des Sommers, Mondlicht geflutete Landschaften und kühle Brisen flüstern uns die Geheimnisse der Unsterblichen ins Ohr...

Vampir & Werwolf II
ab der Geisternacht am Samstag, 09. November 2024 bis 31. Oktober 2025

Vernissage:
Samstag, 09. November, 1. Viertel Mond, von 19:30 - 23:30 Uhr - 15 Jahre Hexenmuseum Schweiz Jubiläumsjahr
Angebot:
GEISTERNACHT-Wicca Meier-Spring erzählt allerhand Schauriges aus dem Schloss Liebegg und der nahen Umgebung,
dazu servieren wir eine
wärmende Kürbissuppe vom Hexentopf. Als weitere wärmende Attraktion verführt uns
Baden Brennt der Verein für Feuerkünste mit ihrer Feuershow
.
Der
Eintritt ins Hexenmuseum zur Vernissage, ist zudem im Ticketpreis inbegriffen.

Ticket pro Person CHF 45.00 im Vorverkauf- limitierte Plätze.
Ticket pro Person CHF 30.00 für Hexenmuseum Schweiz Vereinsmitglieder- Bitte schreibt uns eine E-Mail, wir senden euch den
Zahlungslink, herzlichen Dank!

Ziehen Sie sich warm an, den Geistern begegnen wir draussen im Schlosshof. (Bei ausserordentlich nassem Wetter in der Schloss Schüür/Diesbach-Graviset Haus.)

...Der ganze Lebenslauf des Menschen ist Verwandlung; alle seine Lebensalter sind Fabeln derselben,
und so ist das ganze Geschlecht in einer fortgehenden Metamorphose.


Der Werwolf

..."Der Wolf kannte den Geruch des Jägers. Er hatte ihn schon oft gerochen. An Fallen im Wald.
Dort, wo Blut auf den Boden getropft war. Es war der Geruch des Todes. […] Der Jäger legte an.
Er hatte viele Wölfe getötet, sie erschossen, vergiftet, in Fallen mit eisernen Zähnen gefangen,
in denen sie jämmerlich verendet waren. Der Wolf bleckte die Fänge. Der Schuss traf ihn mitten in die
Brust, wirbelte ihn herum. Schmerz durchzuckte ihn. Aber er strauchelte nur kurz, fand seinen Tritt
wieder. Die Wunde schloss sich bereits. […] Der Wolf sprang, warf den Jäger um.
Seine Schnauze suchte die Kehle."

Christoph Hardebusch, Die Werwölfe

Der wolfsverwandelte Mensch, von dem in römisch-griechischen, in germanischen und nordischen Mythen berichtet wird,
ist nach Ansicht der Volkskundler und Ethnologen fast überall in Europa unter den volkstümlichen Erzählfiguren anzutreffen.
Zu den besonders rätselhaften Aspekten dieser Gestalt gehört jedoch sein Auftritt im Hexenprozess.
Die Frage des unbefangenen Beobachters, wie es denn möglich war, dass im Zeitraum von etwa 1580 bis zur Wende ins
18. Jahrhundert immer wieder Menschen vor Gericht gestellt und mit dem Vorwurf konfrontiert wurden, sich in Wolfsgestalt verwandelt zu haben,
ist in der Tat nicht einfach zu beantworten. Schon den ersten Historikern, die sich mit der Erforschung des Hexenwesens befassten,
erschien die Verknüpfungsreihe „Hexe und Wolf“ zumeist als so bizarre Konstruktion, dass sie kaum in Erwägung zogen, größere Aufmerksamkeit darauf zu verwenden.

Werwolfprozesse fanden im 15., 16. und 17. Jahrhundert in der Schweiz und anderen Teilen Europas statt, angetrieben von
Aberglauben, religiösen und politischen Auseinandersetzungen und dem Wunsch, Sündenböcke für die harten Bedingungen zu finden.

Viele der Angeklagten waren Bettler, Einsiedler oder frisch in die Gegend eingewanderete Menschen.
Sie gestanden, Werwölfe zu sein und abscheuliche Verbrechen begangen zu haben, aber erst,
nachdem sie gefoltert worden waren.
Historiker vermuten, dass einige unter Wahnvorstellungen litten  oder nicht intelligent genug
waren, um zu wissen, was sie zugaben. Einige mögen echte Pädophile oder Serienmörder gewesen sein, aber
die historischen Aufzeichnungen sind fragmentiert und übertrieben. Jahrhunderte später ist es
schwierig, Folklore von echten Beweisen oder dem, was die Menschen damals für real hielten, zu entwirren.

„Die Idee, von Tieren verzehrt zu werden, in dieser oder der nächsten Welt, blieb während des gesamten Mittelalters eine beliebte Angst“,
schreibt Aleksander Pluskowski, ein mittelalterlicher Zooarchäologe an der University of Reading, in dem 2015 erschienenen Buch Werewolf Histories.
 


Der Vampir

„Der Vampir nimmt uns, was er nicht hat, und bestraft uns für das, was wir tun – und für unsere Menschlichkeit.
Aber wir wiederum verlangen nach dem, was der Vampir besitzt – Unsterblichkeit, Vorsehung, Macht, also weihen
wir unsere Seele der Qual – der Hoffnung.“

Katherine Ramsland
 

Der Vampir ist seit Jahrtausenden Objekt von Ängsten und wilden Phantasien, genauso wie die Hexe.
Der Vampir als Symbol für Tod und Unsterblichkeit, Macht und Erotik, als Muse für Künstler und Literaten und
nicht zuletzt Regisseure. In den Bildern von Edward Munch, in Bram Stokers literarischem Werk Dracula, in Polanskis Filmklassiker
und Musical, Tanz der Vampire, zeigt sich der Charakter des Vampirs in allen Facetten.
Die tieferen Ursachen der Faszination werden aufgespürt. Ängste und Begierden, die Sucht nach Leben und
die Sehnsucht nach Unsterblichkeit...

Was heute noch in Märchen, Sagen und Gruselgeschichten überliefert ist, betrachtete man vor einigen Jahrhunderten als Realität.
Diese faszinierende Ausstellung führt Sie in eine Zeit zurück, in der "Untote" als existent begriffen wurde.

„……Aber ich habe kein eigenes Leben,
nur den Hunger und die Gier danach.
Jedes Mal bei einer Berührung, bei einem Kuss,
bei einer Umarmung, überhaupt immer, wenn wir uns
nahe waren, saugte ich dich aus und nahm ein Stück
deiner Zukunft……Deine Jahre gehören nun mir;
ich werde sie leben.“

Der weibliche Vampir in Jack Sharkleys Roman „Die Dämonin“